Mantrailing im Winter, sinnvoll oder nicht?

Mann beim Mantrailing im Winter mit Beagle

Eine kurze Blog Serie für das Mantrailing im Winter. Immer mit der Frage ist das Sinnvoll oder nicht und wenn ja wie kann ich meinen Hund unterstützen bei der Arbeit.
Die Serie ist in 7 Teilen aufgebaut, alle 3 - 4 Tage kommt ein neuer Artikel dazu raus. Viel spass beim Lesen der Artikel.


Falls du nach dem Lesen der Artikel Interesse hast an einem Mantrailtraining bei mir, freue ich mich von dir zu hören. Am besten verwendest du das Kontaktformular hier

 

Mantrailing im Winter – warum Schnee alles verändert

Schnee und Kälte sind keine „schwierigen Extras“, sondern verändern die Geruchslage grundlegend. In diesem Artikel erfährst du, 
warum Wintertrails anders bewertet werden müssen und weshalb dein Hund nicht „schlecht arbeitet“, wenn es plötzlich schwierig wird.

Warum Schnee alles verändert

Mantrailing im Winter fühlt sich oft „anders“ an. Trails, die im Herbst noch problemlos liefen, werden plötzlich schwierig.
Der Hund wirkt unsicher, pendelt oder verliert scheinbar den Geruch. Schnell entsteht der Eindruck: Heute läuft es einfach nicht.
Dabei liegt die Ursache in den meisten Fällen nicht beim Hund, sondern bei den Bedingungen.

Schnee ist kein neutraler Untergrund

Schnee verändert die Geruchslage grundlegend. Je nach Art, Temperatur und Zeitpunkt des Schneefalls wirkt er geruchsbindend,
geruchsabschirmend oder oder umlenkend. Frischer Schnee kann Geruch regelrecht „einschliessen“.Besonders problematisch sind Trails,
die vor dem Schneefall gelegt wurden. Der Hund arbeitet dann nicht auf einem gleichmäßig verteilten Geruchsfeld, sondern auf einzelnen,
schwer zugänglichen Geruchspunkten.

Kälte verändert die Geruchsdynamik

Bei niedrigen Temperaturen bewegt sich Geruch langsamer. Er breitet sich weniger flächig aus und bleibt oft näher am eigentlichen Laufweg.
Für den Hund bedeutet das
weniger „Fehlertoleranz“, kleinere Geruchsfenster, mehr Präzisionsarbeit. Gerade Beginnerhunde, die noch stark
auf breite Geruchsfelder angewiesen sind, geraten hier schneller an ihre Grenzen.

Warum Wintertrails anders bewertet werden müssen

Ein Trail im Winter ist nicht automatisch mit einem Trail im Herbst oder Frühling vergleichbar auch wenn Länge, Alter und Umgebung gleich wirken
Ein Hund, der plötzlich langsamer wird, häufiger überprüft oder unsicher wirkt arbeitet nicht falsch, sondern passt sich an eine schwierigere Geruchslage an.

Fehler entstehen oft dann, wenn der Mensch zu viel erwartet, den Hund drängt oder den Trail „retten“ will.

Schwieriger heisst nicht schlechter

Wintertrails sind anspruchsvoller für den Hund und für den Hundeführer. Wer das versteht, kann Training sinnvoll anpassen und Frust vermeiden.
Nicht jeder Wintertrail ist ein Trainingsrückschritt. Viele sind schlicht ein anderer Lernrahmen.